Kandidierende zur KV-Wahl 2021

Der Kirchenvorstand ist das oberste Leitungsorgan einer evangelischen Kirchengemeinde, die zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gehört. Der Kirchenvorstand entscheidet, in welche Richtung sich die Gemeinde entwickelt. Dafür muss er handfeste Entscheidungen treffen, schließlich geht es häufig um Geld und Gebäude, um Mitarbeitende und um zahlreiche Veranstaltungen der Gemeinde.
Je nach Gemeindegröße besteht der Kirchenvorstand aus sechs bis zwanzig Mitgliedern sowie den Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde.

Bei ihrer Einführung werden die gewählten und berufenen Mitglieder des Kirchenvorstandes wie folgt verpflichtet: „Ich gelobe vor Gott und dieser Gemeinde, den mir anvertrauten Dienst sorgfältig und treu zu tun in der Bindung an Gottes Wort, gemäß dem Bekenntnis und nach den Ordnungen unserer Kirche und unserer Gemeinde.“

Die Wahl findet am 13. Juni 2021 statt und wird vor Ort im neuen Zwingel sowie per Briefwahl und online möglich sein.

Die Kandidierenden

In alphabetischer Reihenfolge

 

Ich bin in Dillenburg geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur an der W.v.O. ging ich für anderthalb Jahre als Freiwillige mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. nach Paris. Dort arbeitete ich im Besuchsdienst für hochbetagte Menschen. Mein Studium der Visuellen Kommunikation absolvierte ich in Darmstadt, danach lebte ich viele Jahre gemeinsam mit meinem Mann, der ebenfalls aus Dillenburg stammt, im Rhein-Main-Gebiet. Mit unseren Auslandsaufenthalten ab 2013 war ich jeweils in Doha (Katar) und in Singapur im Kirchenvorstand der dortigen Deutschen Evangelischen Gemeinden. 2019 kehrten wir mit unserem heute 17-jährigen Sohn zurück nach Deutschland und Dillenburg. Nun singe ich wieder in der Johanniskantorei, in der ich bereits als Jugendliche Mitglied war.
Als Dipl.-Komunikationsdesignerin und Texterin engagiere mich in der Gemeinde vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit: Eine neue Website ging 2020 an den Start und mit dem Lock-down im März folgten Facebookseite, YouTube-Kanal sowie mittlerweile über 20 Online-Andachten, Video-Beiträge und Konzert-Aufnahmen. Seit Juni koordiniere ich zudem den Gemeindebrief KONTAKTE und beschäftige mich mit Fundraising.
Bewährte Kommunikationswege erhalten und ausbauen sowie neue, digitale Wege gehen, um zeitgemäße Zugänge zu Glauben und Kirche zu schaffen – das würde ich vorwiegend als meine Aufgabe im Kirchenvorstand sehen.
Was mich mahnt und leitet sind die 10 Gebote und das Sprichwort: Wer rund geboren wurde, kann nicht quadratisch sterben.

Mein Name ist Andreas Balzer. Ich bin in Dillenburg aufgewachsen und habe im Betrieb meines Vaters das Raumausstatterhandwerk erlernt. Seit einigen Jahren bin ich mit meiner Frau Grit verheiratet und genieße die gemeinsame Zeit mit ihr. Neben der Liebe zu schönen Dingen, die ich in meinem Kunsthandwerkgeschäft ca. 40 Jahre verkauft habe, gehört vor allem die Freude und die Beziehung zur Musik.
„Gott und die Welt“ – passt das zusammen, gehört das zusammen? Und wenn ja, wie? Diese Frage stelle ich mir und möchte ihr nachgehen, auch in der Gemeindearbeit.

Ich heiße Regina Beecht, bin verheiratet, habe drei wundervolle Töchter, einen Mann und eine Hündin und wohne seit 1992 mit meiner Familie in Dillenburg. 2009 wurde ich in den Kirchenvorstand gewählt. Ich arbeite als Erzieherin in der AWO Kindertagesstätte in Dillenburg und bin 56 Jahre alt. Gerne engagiere ich mich in unserer Kirchengemeinde in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und unterstütze die jungen Mitarbeiter der Dillenburger Jugendinitiative (DJI) bei vielen Aktionen. Ich bin Mitglied des CVJM Posaunenchor und singe im Gospel-Pop-Chor des Dekanates. Musikalisch gestalte ich gerne auf unterschiedliche Weise die Gottesdienste mit.
Mir ist es wichtig, dass junge Familien mit ihren Kindern, genauso wie Jugendliche und auch Ältere, sich in unserer Gemeinde begegnen können und wohlfühlen. Ich möchte mit dazu beitragen, dass unsere Kirchengemeinde für die Vielfalt offen ist und bleibt – denn Gott liebt jeden so, wie er ist. Als Mitglied des Kirchenvorstandes nehme ich an den Treffen der Initiative „Christliche Vielfalt“ teil und engagiere mich bei Veranstaltungen, die überkonfessionell in Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden Dillenburgs stattfinden.

Meine Name ist Robert Bertrand, geboren bin ich in Westfalen und lebe seit 1958 mit Unterbrechungen in Dillenburg. Mit 9 Jahren bin ich von der Rotebergschule in das evangelische Gymnasium in Laubach gewechselt, sang mehrere Jahre im Knabenchor Laubacher Kantorei und lebte in dort im Singalumnat, einer evang. Chorgemeinschaft. Diese Jahre haben mich sehr geprägt. Das Chorsingen ist auch danach ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geblieben. Ich habe seit 1983 in der Johanniskantorei mitgesungen, danach wurde ich Mitglied des Kammerchores und bin es auch heute noch. Mein Hobby ist auch das Segeln.
An der W.v.O. in Dillenburg folgte das Abitur und das Studium in Marburg. Seit 1981 bin ich Rechtsanwalt und anschließend Notar in Dillenburg.
Ich bin jetzt 68 Jahre alt und von Beruf weiterhin Rechtsanwalt und Notar und auch – wohl noch eine kleine Weile – beruflich tätig. Ich bin seit über 40 Jahren verheiratet (mit der besten Ehefrau der Welt). Wir haben zwei tolle erwachsene Söhne von 37 und 35 Jahren, die beide in Berlin leben. Mit 30 Jahren habe ich mich ganz bewusst entschieden, Jesus nachzufolgen und als Christ zu leben, nachdem auch meine Frau Christina sich für Jesus entschieden hatte. Das ist auch die Motivation für meine Kandidatur zum Kirchenvorstand: Dienen und die Mitarbeit im Reich Gottes.
Lange Jahre hing ein Bild mit einem Schiff auf hoher See in unserer Küche mit dem Text: Gott hat uns nicht eine ruhige Überfahrt zugesagt, sondern eine sichere Ankunft. Diese Worte haben mich in meinem Leben begleitet.

Ich bin 58 Jahre alt, von Beruf Keramik-Ingenieurin, verheiratet, habe zwei erwachsene Töchter und eine Enkelin. Ich bin in Dillenburg geboren und aufgewachsen, wurde hier getauft, konfirmiert und getraut. Schon mein Vater und Großvater haben im Kirchenvorstand mitgearbeitet. Für mich ist es die erste Kandidatur. Etwas Gemeindearbeit konnte ich in den letzten Jahren bei der Vorbereitung des Weltgebetstages schnuppern. Ich fand es besonders schön und bereichernd, dass es sich dabei um eine ökumenische Veranstaltung handelt und ich würde mich gerne in der Ökumene einbringen, sofern ich gewählt werde. Grundsätzlich bin ich aber auf alles neugierig, was mich erwartet und freue mich darauf mitzuarbeiten, wo ich gebraucht werde. Gefragt nach einem Bibelspruch, der mir besonders viel bedeutet, nenne ich Josua 1,9, der mir schon oft geholfen hat: Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!

Ich bin bin 33 Jahre alt und wurde in der evangelischen Stadtkirche Dillenburg getauft, konfirmiert und getraut. In der evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg engagiere ich mich seit 2009 in der Jungenjungschar und der Dillenburger Jugendinitiative. Seit 2015 bin ich Mitglied des Kirchenvorstandes. Besonders viel Freude macht mir die Kinder- und Jugendarbeit, sodass dort nach Vollendung des neuen Zwingels mein Fokus liegen wird. Außerdem gehöre ich noch dem Bauausschuss an, wobei ich mich besonders um die digitale Infrastruktur und Medientechnik kümmere. Meine Begeisterung für die Arbeit und den Umgang mit Kindern und Jugendlichen spiegelt sich auch in meiner beruflichen Laufbahn wider: seit 2013 arbeite ich als Studienrat im Kirchendienst am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg und unterrichte dort die Fächer Latein und Erdkunde.

Ich bin Dillenburgerin, 77 Jahre alt und habe lange im elterlichen Geschäft als Fotografin gearbeitet. Ich bin verheiratet, habe zwei eigene Kinder und einen Stiefsohn. Diese haben uns sechs Enkeltöchter beschert. Als Kind habe in der Kinderkantorei gesungen und bin hier konfirmiert und kirchlich getraut worden. Seit ca. 1978 Sängerin in der Johanniskantorei. Seit 1997 im Kirchenvorstand und seit 2015 Vorsitzende. Die verantwortlichen Aufgaben machen mir Freude und ich kann meiner Gemeinde etwas zurückgeben, was sie mir an Gutem bietet. Ich bin im Bau- und Finanzausschuss und vertrete die Gemeinde im Kuratorium des Hauses Elisabeth. Zudem engagiere ich mich beim Besuchsdienst und mit viel Freude bei den Kirchenführungen. Mein Wunsch ist eine lebendige Kirchengemeinde, in der sich die Menschen zuhause fühlen. Ich stelle mich gern wieder für die Arbeit im Kirchenvorstand zur Verfügung. Die Worte von Dietrich Bonhoeffer: Von Guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und gewiss an jedem neuen Tag begleiten mich bei meiner täglichen Arbeit.

Ich heiße Katrin Löber, bin 46 Jahre alt, ledig und lebe seit 2016 mit meinem 16-jährigen Sohn Michel in Frohnhausen. Ich bin gelernte Bankkauffrau und nach vielen Jahren bei der Volksbank Dill eG arbeite ich nun im Vertrieb der Firma Siegmetall GmbH in Haiger. Ich bin in Dillenburg aufgewachsen und verwurzelt. In meiner Jugend war ich in diversen Chören der Gemeinde und im Kindergottesdienst aktiv. Nachdem ich in 2014 wieder zurück nach Dillenburg gezogen bin wurde ich in unserer Gemeinde sehr herzlich aufgenommen und habe mich sofort wieder heimisch gefühlt. Auch in der Johanniskantorei singe ich seither mit viel Freude mit. In 2015 wurde ich dann in den Kirchenvorstand gewählt. Dort bin ich im Finanzausschuss und für den Kindergarten tätig. Ich möchte gerne etwas von dem, was die Gemeinde für mich und meine Familie getan hat, zurückgeben und dazu beitragen, dass wir vielfältig und weltoffen bleiben. Mir ist sehr wichtig, dass es für jeden, der möchte, bei uns einen Platz gibt, an dem er sich wohlfühlen und ein Zuhause finden kann. Glaube bedeutet für mich Geborgenheit und Liebe und Annahme so, wie ich bin. Mein Lebensmotto ist: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und. Gib mir die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Mein Geburtsort ist Korbach. Dort wurde ich in der zur evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck gehörenden Kilianskirche, in deren Chor ich bis zum Abitur mitsang, konfirmiert. Dr. Hinrich Schade sprach mich auf die Mitgliedschaft im hiesigen Kirchenvorstand an, dem ich seit 2013 angehöre. Die vielschichtigen Aufgaben eines Kirchenvorstandes und Einblicke in die unterschiedlichsten Themengebiete geben mir Gelegenheit, meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen einzubringen. Mein Engagement in der Kirche wird getragen von der Überzeugung, dass wir gut aufgehoben sind im christlichen Glauben und dass der einzelne Mensch sowie die Gesellschaft von der praktizierten Nächstenliebe profitieren.

Mein Name ist Marianne (Mary) Pfeifer, und ich bin 74 Jahre alt. Ich bin das zweite von drei Kindern einer Flüchtlingsfamilie aus Pommern, in Frankfurt am Main aufgewachsen und wohne seit 1970 in Dillenburg. Mein Mann und ich haben drei Kinder. Ab 1973 habe ich als Erzieherin im Kindergarten am Zwingel (damals Kindergarten der ev. Kirchengemeinde) gearbeitet und seither gibt es auch die Verbindung zur Kirchengemeinde. In der Johanniskantorei habe ich 35 Jahre mitgesungen. Seit meinem Ruhestand bin ich im Kirchenvorstand, im Bauausschuss der Gemeinde und in der Synode. Außerdem trage ich die „Kontakte“ aus und bin im Besuchskreis für ältere Gemeindemitglieder. Alle diese Dinge, bei denen ich in verschiedenster Weise vielleicht etwas mitbewegen kann, machen mir viel Freude. Diese Freude und Motivation, die mir Andere schenken, gibt mir unendlich viel. Gerne würde ich diese Arbeit fortsetzen.
Mein Lebensmotto: Immer wenn du meinst es geht nicht mehr –kommt von irgendwo ein Lichtlein her – daß du es noch einmal zwingst – und von Sonnenschein und Freude singst – leichter trägst des Alltags Müh und Last – und wieder Kraft und Mut und Glauben hast.

Mein Name ist Steffi Scheffer-Thielmann, ich bin 53 Jahre alt. Seit 28 Jahren bin ich verheiratet. Wir haben zwei Kinder im Alter von 23 und 26 Jahren. Ich arbeite als Erzieherin beim St. Elisabeth-Verein in der Kinder- und Jugendhilfe, eine Arbeit, die mir große Freude macht. Seit Sommer 2019 engagiere ich mich als Kirchenführerin in unserer schönen Stadtkirche. Es ist etwas ganz Besonderes, Besucher für die Geschichte und die Schönheit unserer Kirche zu begeistern. Ich wurde dort getauft und mein Mann und ich haben 1992 in der Kirche geheiratet. Unsere Kinder haben dort mit der Kinderkantorei und später mit dem Figuralchor gesungen. Für mich ist unsere Kirche ein Ort der Verbundenheit. Als ich letztes Jahr gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, für den Kirchenvorstand zu kandidieren, musste ich nicht lange überlegen. Es ist eine wichtige Aufgabe und ich möchte mich sehr gerne in unserer Kirchengemeinde einbringen. Ich bin ein sehr enthusiastischer Mensch und packe gerne da an, wo ich gebraucht werde. Ein Zitatvon Martin Luther King, Jr. beschreibt im Besonderen, wofür ich stehe: Unser Leben beginnt an dem Tag aufzuhören, an dem wir über wichtige Dinge Stillschweigen bewahren.

Mein Name ist Caterina Schmidt-Czelk, ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Geboren wurde ich 1977 in Dillenburg. Ich bin Diplom-Sozialpädagogin und habe eine Zusatzausbildung als Gemeindepädagogin. Meine Entscheidung für den Kirchenvorstand zu kandidieren fiel letzten Sommer: Meine Tochter wurde im August 2020 konfirmiert und mein Sohn zuvor getauft. Ich freute mich sehr, dass beides trotz Corona ermöglicht wurde.
Ich merkte, dass auch ich gerne etwas Sinnvolles und Geistliches tun wollte, bei dem ich anderen helfen kann. Da ich berufsbedingt seit ca. 20 Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv bin, würde ich gerne im Jugendausschuss der Gemeinde mitarbeiten. Seit Sommer 2020 kümmere ich mich um den Teenkreis. Mir ist wichtig, Kindern und Jugendlichen zuzuhören und sie darin zu unterstützen, ihren Glauben zu leben und ihn in der Gemeinde auch ausprobieren zu können. Für ein gutes Miteinander finde ich Toleranz und gelebte Vielfalt sehr wichtig. Eines meiner liebsten Bibelworte lautet: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen. (Psalm 18, 30)

Ich heiße Bärbel Wächter und werde in diesem Jahr 53 Jahre alt. Von Beruf bin ich Postbeamtin beim ZSP Dillenburg. Ich habe drei Kinder und lebe mit meinem Partner und unserem gemeinsamen Sohn Leonard zusammen, meine Töchter sind bereits erwachsen und ausgezogen. Meine Aufgaben als Kirchenvorsteherin sind zur Zeit die folgenden: Mitglied in der Dekanats-Synode, Vorstand der Diakonie-Station, Organisation und Durchführung von Gemeindefesten und -Aktionen wie Weihnachtsfeier, Grüne-Soße-Essen, Erbsensuppe-Essen, Kreativmarkt oder Kinderkleider-Börse.
Mein gewähltes Zitat aus der Bibel lautet: Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6,2)